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Warum du nicht überall gleich hochsensibel leidest

  • 19. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Hochsensibel, erschöpft in der Ecke. HSP, Vielbegabt, das Leben meistern, Widerspruch, Ursina Fried, friedpartner.ch
Warum du nicht überall gleich hochsensibel leidest

Geht es dir auch so? In gewissen Situationen fühlst du dich lebendig, klar, ganz bei dir. Und in anderen bist du innert Minuten erschöpft, überreizt, am Rand deiner Kapazität. Gleiche Person, gleiche Hochsensibilität – und trotzdem zwei völlig unterschiedliche Erfahrungen.


Das ist kein Widerspruch. Es ist ein wichtiger Hinweis: Hochsensibilität selbst verändert sich nicht. Was sich verändert, ist der Kontext, in dem du sie lebst.


Warum das gerade jetzt so viel Gewicht bekommt

Ab ca. 40, in der Perimenopause, verschiebt sich vieles gleichzeitig. Der Körper reagiert anders, die Energie ist nicht mehr grenzenlos, alte Kompensationsstrategien funktionieren plötzlich nicht mehr so wie früher. Was du in deinen Zwanzigern noch weggesteckt hast, spürst du jetzt sofort.


Das ist keine Schwäche. Es ist eine Einladung, genauer hinzuschauen – und bewusster zu wählen, wo und wie du lebst.


Das Prinzip der günstigen Platzierung

Stell dir vor, du nimmst deine Badekleid mit an einen Ort, an dem es kein Wasser gibt. Sinnlos. Am See dagegen ist genau dieses Badekleidung goldrichtig. Das Merkmal bleibt gleich – ob es sich positiv oder negativ auswirkt, hängt vom Umfeld ab.


Genauso ist es mit deiner Hochsensibilität. Eine laute, hektische Umgebung wird sie fast immer als Belastung anzeigen. Ein Waldspaziergang, ein ruhiger Moment, ein Gespräch in Tiefe – da wird dieselbe Empfindsamkeit zur Quelle von Lebensfreude, Intuition und Tiefsinn.


Die Frage ist also nie „Wie werde ich weniger hochsensibel?", sondern: „Wie gestalte ich mein Leben so, dass diese Empfindsamkeit mir dient statt mich erschöpft?"



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Die Bereiche, die es sich anzuschauen lohnt

Die Bereiche, die es sich anzuschauen lohnt

Dein Leben lässt sich in mehrere Bereiche gliedern – Wohnen, Partnerschaft, Familie, Freundschaften, Beruf, Freizeit, Gesundheit, Reisen. In jedem einzelnen kannst du dir die Frage stellen: Ist das hier für mich günstig platziert, oder kostet es mich mehr Kraft, als es mir gibt?


Ein paar Fragen, die du dir stellen kannst:

  • Wo fühle ich mich wirklich wohl – und lebe ich dort?

  • Gibt es in meiner Partnerschaft oder Familie genug Raum für meine Art, die Welt zu spüren?

  • Wie fühle ich mich bei meiner Arbeit, in meinem Beruf?

  • Wie sieht meine Freizeit aus – dient sie tatsächlich der Erholung, oder ist sie nur ein weiterer Programmpunkt?


Es gibt hier keine allgemeingültigen Antworten. Nur deine eigenen. Und die zu finden, ist bereits der erste Schritt.


Je mehr Bereiche stimmen, desto leichter wird es

Du musst nicht dein ganzes Leben auf einmal umkrempeln. Aber je mehr Lebensbereiche du bewusst so gestaltest, dass sie zu deiner Empfindsamkeit passen, desto seltener wirst du in die Überforderung rutschen – und desto öfter wirst du erleben, wofür Hochsensibilität eigentlich gedacht ist: Tiefe, Achtsamkeit, echte Lebensfreude.


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Ursina


PS: Ich habe ein kleines Quiz für dich.



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