Fühlen statt Denken – wenn der Garten einfach da ist
- vor 3 Tagen
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Ich stehe am Fenster. Draussen mein Garten – das Licht, das sich durch die Blätter bewegt, die Stille zwischen den Tönen, irgendetwas Grünes, etwas Buntes, das einfach wächst.
Und ich schaue.
Und ich staune.
Und schaue weiter.
Und bleibe stehen.
Kein Satz im Hintergrund, der noch fertig gedacht werden muss. Kein Gespräch von gestern, das ich nochmals durchgehe. Kein Plan für nachher, der sich schon jetzt ins Bild schiebt.
Nur mein Garten.
Fühlen statt Denken – wenn der Garten einfach da ist.
Weisst du, was das ist? Für mich war das jahrzehntelang unmöglich. Nicht weil ich nicht wollte. Sondern weil ein Teil von mir – ein sehr fleissiger, sehr erschöpfter Teil – geglaubt hat, er müsse nonstopp denken. Für mich. Mit mir. Stellvertretend für mich.
Dieser Teil hat nicht aufgehört, weil er böse war. Er hat nicht aufgehört, weil er mich sabotieren wollte. Er hat nicht aufgehört, weil er keine Pause verdient hätte.
Er hat nicht aufgehört, weil er nicht wusste, dass er darf.

Fühlen ist nicht das Gegenteil von Denken
Wir bringen uns bei, dass Fühlen weich ist und Denken stark. Dass Gefühle uns schwach machen und Gedanken uns schützen. Dass wir besser entscheiden, wenn wir alles durchdenken – und schlechter, wenn wir «nur» fühlen.
Das ist nicht wahr. Und für hochsensible, vielbegabte Frauen ist es eine besonders teure Lüge. Dein Fühlen ist nicht schwächer als dein Denken. Es ist schneller. Präziser. Dein Körper weiss oft schon, was dein Kopf noch drei Stunden lang durchrechnet, denkt und hin und her schiebt. Dein Bauch hat die Antwort, während dein Verstand noch die Frage formuliert.
Das Problem ist nicht, dass du zu viel fühlst. Das Problem ist, dass du gelernt hast, dem Denken zu vertrauen – und dem Fühlen nicht.
Was passiert, wenn der Denkteil endlich Pause machen darf
In meiner Arbeit mit Embrace Mind© erlebe ich immer wieder denselben Moment: Eine Frau kommt mit einem Kopf voller Gedanken. Sie hat alles analysiert, alles durchgespielt, alle Varianten bedacht. Und trotzdem – oder genau deshalb – weiss sie nicht weiter.
Wir arbeiten nicht mit dem Kopf. Wir gehen dorthin, wo der Kopf nicht hinkommt – zu den Teilen, die dahinter warten. Die Teile, die nonstopp denken mussten, weil sie glaubten, das sei ihre Aufgabe. Ihr Schutz. Ihr Dienst.
Und wenn diese Teile verstehen, dass sie Pause machen dürfen – nicht für immer, nicht weil sie falsch lagen, sondern weil sie jetzt sicher sind – dann passiert etwas grossartiges.
Der Garten ist plötzlich nur noch der Garten.
Keine Nebengedanken. Keine zweite Spur. Keine innere Kommentatorenstimme.
Nur das Licht. Die Blätter. Die Stille dazwischen.
Ist das nicht fabelhaft?

Du musst das nicht herbeidenken
Das ist das Paradoxe: Du kannst diesen Zustand nicht erdenken. Du kannst ihn nicht analysieren, nicht planen, nicht herbeidenken. Du kannst ihn nur zulassen – wenn die Teile, die bisher denken mussten, endlich wissen, dass sie es nicht mehr müssen.
Das ist keine Entspannungstechnik. Das ist keine Meditation, bei der du deinen Gedanken zusiehst wie Wolken am Himmel. Das ist etwas anderes: ein echter Wandel in dem, was dein Unbewusstes für notwendig hält.
Embrace Mind© arbeitet genau dort. Nicht um dich zu entspannen. Sondern um dem Teil von dir, der nonstopp für dich gedacht hat, zu zeigen: Du darfst aufhören. Ich bin jetzt hier.
Wenn du das kennst – dieses Nie-wirklich-ankommen, dieses Immer-noch-ein-Gedanke – dann weisst du, wovon ich spreche.
Und wenn du nicht weisst, wie sich der Garten anfühlt, wenn er wirklich nur der Garten ist – dann ist das vielleicht das, wonach du suchst.
Ich bin hier.
Ursina
Für mehr Informationen www.friedpartner.ch
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