Schamanisches Weltbild oder das «Netz des Lebens»



Gestern fragte mich jemand, was das für mich bedeutet, das schamanische Weltbild oder wie sie es nannte: «das Netz des Lebens». Da ich für praktische Arbeit bekannt bin, habe ich mit ihr diese kleine Übung gemacht. Sie durfte erfahren, wie sie mit allem, was ist, in Verbindung steht und wie die Energie fliesst, wo sie gut und noch nicht so optimal fliesst.


Um diesen Punkt zu verstehen, hilft es, wenn wir unsere eigene Verbundenheit mit dem Universums erfahren. Der Schamane erlebt die Welt und seine Energieschwingungen. Als Schamanin erweitere ich mein Bewusstsein so, dass ich die energetische Verbindung zwischen dem was ist, wahrnehme.

Schamanen vieler Traditionen nutzen die Metapher «des Spinnennetzes» als Bild für die Energie, wie sie zwischen den Dingen fliesst.


Ich merke gerade, wie schwierig es ist, diese Wahrnehmung, dieses Gefühl (für mich ein Gefühl) zu beschreiben.


Lies die Übung einfach mal durch, vielleicht machst du dir eine Sprachnotiz, und lädst dich selbst ein, auf diese kleine Reise zu gehen… das «Netz des Lebens» zu erkunden.


Vielleicht kannst du dich auch auf diese kleine Übung einlassen, damit du eine Selbsterfahrung machen darfst. Nun genug der Worte!



Übung

Suche dir einen Platz, an dem du eine Weile ungestört sitzen kannst. Einen Ort, der dir behagt und du dich rundum beschützt oder geschützt fühlst. Schliesse deine Augen.


Nun folge deinem Atem. Betrachte und erfahre ihn, wie er kommt und geht. Wie du geatmet wirst. Jedes Einatmen dich einlädt, dich zu erneuern und jedes Ausatmen dir erlaubt auf natürliche Art und Weise loszulassen. Sei da und beobachte. Es gibt nichts zu tun… einfach atmen. Ganz natürlich… Ein und Aus…


Lasse deine Augen geschlossen und beginne, deine Umgebung wahrzunehmen, ohne die Augen dafür zu öffnen. Nun, vielleicht sitzt du in deinem Lieblingszimmer oder du bist draussen in der freien Natur.


Ich habe als Beispiel einen Raum gewählt… wenn du draussen bist, verändere die Anleitung so, dass es stimmig ist.


Wähle nun einen Gegenstand aus, etwas, was du gut kennst, vielleicht schon oft berührt hast. Etwas, das dir wohlbekannt ist, es kann auch eine Pflanze sein.


Nun stelle dir vor, wie du mit dem, was du gewählt hast in Verbindung stehst, verbunden bist. Vielleicht ist es wie eine zarte Faser… vielleicht ist sie lichtvoll… vielleicht ist es auch komplett anders. Lass dir Zeit und lasse den Atem leicht fliessen. Stelle es dir am Anfang einfach vor… und lasse es geschehen. Nun, wenn du es geschafft hast, diese zarte Verbindung zu spüren und zu erfahren, erlaube dir, mit allen Gegenständen, allen Pflanzen, Mineralien… was auch immer da ist, im Netz des Lebens verbunden zu werden…. Betrachte die Verbindungen untereinander, miteinander… und auch, wie sie mit dir verbunden sind. …


Nun gehe etwas weiter, wenn du schon magst… oder mache die Uebung bis hier hin und das öfters, bis zu dem Moment, wo du dich sicher fühlst… um dann weiter zu gehen, weiter, hinaus… über das Haus, zu den Menschen im Haus, den Tieren, Pflanzen… alles, was ist. Erspüre jede einzelne Verbindung… sieh, wie deine Verbindung sich dir zeigt… schaue auch auf die Verbindung zwischen dir und Mutter Erde, allen Pflanzen… allen Tieren, allem was ist, denn alles ist lebendig… alles ist beseelt…


Spüre nach und erlaube dir, diese Erfahrung zu machen, zu erkunden, sei neugierig wie ein Kind… ein Kind im Spiel…


Erlaube dir wieder zurückzukommen, dich wieder auf dich und deinen Atem zu fokussieren. Erlaube dir, wieder bei dir anzukommen.


Nun wirst du ganz schnell spüren und erahnen, dass du nicht alleine bist. Du bist ein Teil des «Lebensnetzes». Du bist nicht allein. Wir werden durchströmt von Energien und wir können sie frei fliessen lassen, wir können uns ausdehnen und/oder abwehren …


Mache diese Übung immer wieder. Du wirst spüren, wie du mehr und mehr diese Energiemuster, diese Energieverbindungen erspüren und nutzen kannst.



Das ist ein Fragment aus der schamanischen Weltsicht, ein überaus wichtiges. Wir sind Eins mit allem, was ist. Wir stehen immer in Verbindung. Du bist nie allein.


Ich nutze diese kleine Übung auch für mich. Ich setze mich dazu mitten ins Wohnzimmer auf den Boden, ich nutze diese Übung auch um Dankbarkeit auszudrücken… in dem ich den Kreis der Energien wahrnehme und auch meine Dankbarkeit ausdrücke, … für den Boden auf dem ich sitze, die Wände, die mich umgeben, das Dach über dem Kopf, das Land worauf das Haus steht, die Gemeinde, die erlaubt hat, dass dieses Haus da steht, wo es steht… und so gehe ich weiter und weiter… und bedanke mich für das was mich umgibt…


… und wenn wir im «Netz des Lebens» sind, dann bin ich auch mit dir verbunden, du Mensch, der meinen Blog liest und vielleicht etwas für dich nutzen kannst, es dir wieder ein Gefühl von Verbundenheit schenkt… Viel Spass beim Erkunden deines «Netz des Lebens».


Mit schamanischem Herzgruss

Ursina




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