Mein Weg zu mir


Gelbes Blatt mit Herz und yourself in Typo
Mein Weg zu mir - Selbstliebe

War ich denn jemals nicht da? War ich fort? Wo war ich denn, wenn ich zu mir finden muss? Ja, wo war ich die ganze Zeit? Bin ich denn jetzt da, bei mir? Oder noch immer auf meinem Weg zu mir?


Fragen über Fragen.


Wenn ich zurück gehe in der Zeit, so kann ich mich gut erinnern, dass ich Dinge tat, die nicht meins waren. Da wollte ich dazugehören, gefallen, nicht auffallen und

irgendwie natürlich auch gemocht werden, wenn nicht sogar geliebt.


Hat es so geklappt?

Nein, je mehr ich ein „Peoples-Pleaser“ war, umso mehr entfernte ich mich von mir. Ich wurde gebraucht, verbraucht und ich hatte keinen Mut, NEIN zu sagen. Umso grösser wurde die Angst. Die Angst jemand könnte herausfinden, wer ich wirklich war. Da war auch Scham. Scham, dass ich nicht anders konnte. Ich diese Rolle ausfüllen und erfüllen musste. Weil ich nicht auffällig sein sollte.

begrünte Wand mit Leuchtschrift made with good vibes
Made with Good Vibes - mein Weg zu mir

Es gab kein Zurück. Auffallen und nicht hineinpassen durfte es nicht geben. Ich fühlte mich auch nicht wichtig. Was mir heute noch kalt den Rücken runter läuft. Wenn ich es auch nur wagte, ein klein wenig aufmüpfig zu sein, da hörte ich eine Stimme in mir: „Was glaubst du, wer du bist? Was glaubst du, kannst du tun, um die Welt zu verändern. Halt die Füsse still. Da bist du sicher. Nimm dich nicht so wichtig?“ Oh, sie war laut. Ich konnte sie nicht töten, diese Stimme. Je weiter ich sie wegschob, umso mehr hielt sie mich in Schach. Es war grauslig.


Ich war wie die Tapete. Ich war wie der Teppich. Auswechselbar, etwas fad, etwas abgegriffen, ja, es gab Menschen, die haben mich wohl aus diesem Grund als Schuhabstreifer benutzt. Nein, keine schöne Zeit. Ganz und gar nicht. War es sicher? Nein, einfach nur grauslig.



Wo war ich?

Wo war ich denn die ganze Zeit? Ich muss ja auch irgendwo Heimat gefunden haben. Ich musste ja in meinem Inneren überleben.


Ich erinnere mich an Momente, da bin ich ausgebrochen, wie aus einem Gefängnis. Ich war dann für ganz kurze Zeit frei und unbeschwert und ganz bei mir. So eine Art Freigang für kurze Zeit.

Frau gespiegelt
Wer bin ich - Mein Weg zu mir

Doch dieser ängstliche, überängstliche und absolut angepasste Teil hatte die Macht. Es gab auch Zeiten, da glaubte ich sogar fast, das ICH das bin.


Doch dann kam eine Zeit, da wollte ich das nicht mehr. Eine Freundin sagte. Ich mag dich. Es ist toll mit dir. Ich mag unsere Gespräche, die Spässe, den Unsinn, was auch immer wir gemeinsam tun. Bei dir fühle ich mich sicher, ich würde Pferde für dich stehlen. Doch wenn ich deiner Seele zu nahekomme, dann bist du ein Tintenfisch… woosh… ein bisschen Tinte raus und du bist weg. Warum tust du das? Das hat mich tief bewegt. Es war ein Schlüsselerlebnis.


Es war einschneidend. Sie sah mich. Sie sah, wer ich war. Sie sah mein Potential. Sie sah all die schönen, guten, frechen, mutigen, ernsten, traurigen und abenteuerlustigen Seiten.


Ganz ehrlich? Dies zeigte ich lange lange Zeit nur Menschen, denen ich ganz tief vertraute.


Sie hatte recht. Ich fühlte, dass ich das bin, nicht die Angepasste, immerzu nette, nicht auffallende Ursina.


Jetzt begann meine Arbeit. Ich schälte, ich legte ab. Ich getraute mich. Ich musste vieles ausprobieren. Ich arbeite noch daran. Wann werde ich wohl fertig mit dieser ARBEIT? Keine Ahnung. Ich würde sagen „Work in Progress“.

Muschel und Farn
Sei die Perle in der Muschel - Wachse und zeige deine Schönheit

Eine Ermutig - Dein Weg zu dir

Was ich gelernt habe in all den Jahren:

  • Warte nicht zu lange mit der Arbeit am Selbst.

  • Schau dir an, was dir Angst macht.

  • Lerne, mutig zu sein. Erlaube dir, dich immer wieder neu zu erfinden. Denn was heute gut ist, stört dich vielleicht Morgen.

  • Wenn du dich selbst findest. Dann hast du die schönste Freundschaft, die du dir vorstellen kannst und zwar die mit dir.

  • Geniesse die Zeit mit dir. Gehe in die Tiefe. Weine, lache, verzeihe, verändere und rücke die Krone zurecht und geh weiter.

  • Du bist es Wert.

  • Du brauchst nicht „every bodies Darling“ zu sein. Es heisst ja „every bodies Darling is everybodies fool“. Da steckt mehr als ein Funken Wahrheit dahinter.

  • Hole dir Unterstützung.

Habe ich es allein geschafft? Ja, manchmal und manchmal auch nicht. Coaching und das schamanische Arbeiten haben mich gelehrt, wie ich mich mit mir verbinden kann und in Beziehung mit mir bleiben kann. Bin ich jetzt perfekt? Oh, nein, bei weitem nicht.


Ich liebe das Menschsein. Ich liebe es, neue Dinge auszuprobieren. Veränderung ist so natürlich geworden, dass ich sie nicht einmal mehr umarmen muss. Sie darf geschehen, die Veränderung. Es liegt noch einiges vor mir. Was kann ich dir heute aus meiner Lebensreise mitgeben?


Selbstreflektion

Wo stehst du heute? Was möchtest du sein? Gibt es da ein GAP? Schaue dir gut an, was deine grösste Sehnsucht ist. Schaue dir an, was du wirklich möchtest im Leben. Erlaube dir, etwas in die Tiefe zu gehen


. … und dann annehmen und lösen.

Mann traurig mit Händen im Gesicht schwarz weiss
Stell dich deinen Aengsten

Stell dich deinen Aengsten

Erfinde dich neu. Ich meine nicht: eine neue Haarfarbe, neue Kleider aber… wenn es hilft, dann darf das selbstverständlich auch verändert werden. Versuche Neues. Vielleicht macht es Angst. Nutze die Angst und verbünde dich mit ihr. Sie zeigt dir, wo du genau hinschauen sollst. Machs trotzdem. Es ist beim ersten Mal vielleicht noch nicht super angenehm… doch wie alles im Leben braucht es ein wenig Übung. Denn nur, weil es sich nicht supergut anfühlt, kann es trotzdem genau das Richtige sein.


Ueberwinde dich und steh zu deinen Wünschen

Deine Bedürfniss und Wünsche dürfen gehört werden. Du hast das verdient. Das stärkt das Selbstbewusstsein. Steh dazu. Trau dich. Nimm dich ernst. Wenn du dich nicht ernst nimmst, warum sollten die anderen es tun?


Du wirst erstaunt sein, wie gut sich das anfühlt.


Umgang mit Kritik

Werden alle Menschen es toll finden? Deine Veränderung, dein neues Selbst. Nein. Da werden Stimmen kommen. Ich wünsche mir die Alte… zurück. Da darfst du fragen: Warum nur?


Bekommst du Kritik einfach so, ungefragt, dann darfst du dich fragen: Was soll das? Was bezweckt mein Gegenüber? Hat es wirklich etwas mit mir zu tun? … und dann… weitergehen.


Kommen Lösungsvorschläge, Möglichkeiten der Verbesserung, dann ist diese Kritik meistens wohlwollend. Da dafst du dir überlegen, ob du sie annehmen möchtest oder auch nicht.


Was ist das Ziel, der Beweggrund der Kritik? Das frage ich mich heute, wenn so was geschieht.


Weisst du, ich könnte unendlich so weiterschreiben. Etwas, was ich auf diesem Weg entdeckt habe, ist das Schreiben. Mir wurde in meiner Schulzeit gesagt, meine Aufsätze seien nicht lesbar. Sie würden nicht den Anforderungen und dem Thema genügen. Nun, heute darf ich das Schreiben, was ich will, und mir genügt das.


Ich wünsche dir einen wunderschönen Weg der Selbsfindungung. Er wird manchmal steinig sein, doch Steine massieren die Füsse. Es wird regnen und dann heisst es einfach „I am dancing in the Rain“. Es wird steil sein, das ist auch OK. Du wirst so Pausen einlegen und dann die Aussicht geniessen.


Alles Liebe

Ursina






Bildquelle www.pexels.com



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