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Der teuerste Unterricht meines Lebens – und was Barbara Sher mich lehrte

  • 3. Juni
  • 6 Min. Lesezeit

Schlösser an Brücke, www.friedpartnerch, Ursina Fried, Barbara Sher
zu jedem Schloss - ein passender Schlüssel

Die letzten drei Schlüssel.

Dies ist der zweite Teil der Barbara Sher Serie. Den ersten Teil – Schlüssel 1 bis 4 – findest du hier → Schlüssel 1-4. Er handelt von Spass, Erwartungen, Vielfalt und Neugier. Dieser hier wird ehrlicher.


Wenn ich auf mein Leben schaue, gibt es zwei Arten von Wissen. Das Wissen, das ich gelesen habe. Und das Wissen, das mich etwas gekostet hat.


Die nächsten drei Schlüssel gehören zur zweiten Kategorie.


Ich bin noch nicht perfekt :-). Ich weiss jedoch, wie es sich anfühlt, wenn man sie noch nicht hat (die Schlüssel). Lies langsam. Und wenn etwas in dir reagiert – bleib einen Moment dabei.


Der teuerste Unterricht meines Lebens – und was Barbara Sher mich lehrte


Schlüssel 5

Der teuerste Unterricht meines Lebens – und warum Fehler machen eine Kunst ist.

Ich habe mir in meinem Leben mehr als einmal die Zähne durchgebissen. Im wahrsten Sinne des Wortes.Der teuerste Unterricht meines Lebens – und was Barbara Sher mich lehrte

Ausbildungen, die ich weitermachte, obwohl ich wusste – spätestens nach der ersten Stunde – dass das hier nicht das ist, wofür ich bezahlt habe. Nicht das, was versprochen wurde. Nicht das, was ich brauchte.


Es gab eine, da hätte ich nach Tag 1 mein Geld zurückgefordert. Ich hätte es tun sollen.


Der Mensch vor mir war dreist. Bedrohend auf eine Art, die sich schwer benennen lässt – aber die jede Frau kennt, die schon mal in einem Raum sass und dachte: Ich will hier raus. Aber ich trau mich nicht.


Ich blieb. Ich rebellierte innerlich. Ich hoffte, es käme noch besser. Es kam nicht besser.



ayurveda, www.friedpartnerch, Ursina Fried, Barbara Sher
Das wären drei Wochen Ayurveda in Sri Lanka gewesen.

Meine Kollegin, die dasselbe empfand, sagte hinterher trocken: „Das wären drei Wochen Ayurveda in Sri Lanka gewesen." Sie hatte recht.


Barbara Sher schrieb:

Bestehe auf der Freiheit, Fehler machen zu dürfen.

Ich habe lange gedacht, das heisst: Sei mutig. Wage etwas. Riskiere den grossen Schritt. Aber es gibt zwei Arten von Fehlern.


Den Fehler, etwas zu wagen – und zu scheitern. Und den Fehler, etwas nicht zu wagen – und trotzdem zu leiden. Der zweite ist der teurere, der kostet. Nicht nur finanziell.


Was mich damals an Ort und Stelle gehalten hat, war nicht meine Überzeugung. Nicht meine Hoffnung. Es war Pflichtgefühl. Scham. Die Stimme, die sagte: Du hast bezahlt, also bleib. Du hast angefangen, also mach fertig. Was werden die anderen denken, wenn du jetzt gehst?

Ich kenne diese Stimme gut, sie hat mich auch durch meine Kindheit begleitet.


Das ist keine Freiheit. Das ist der alte Käfig in neuem Gewand.


Und das Zähne-Durchbeissen? Manchmal ist es Stärke. Manchmal ist es nur ein weiteres Wort für: Ich getraue mich nicht, Nein zu sagen.


Ich unterscheide das heute. Ich bin nicht perfekt. Jedoch viel bewusster.


Und wenn ich merke, dass ich beisse, frage ich mich: Beisse ich aus Überzeugung – oder aus Angst?


Deine Frage für heute: Welche Ausbildung, welche Beziehung, welches Projekt hättest du früher beenden sollen – und was hat dich gehalten?



Fluss Pexels, Das wären drei Wochen Ayurveda in Sri Lanka gewesen.
Im Fluss bleiben

Schlüssel 6

Im Fluss bleiben. Und trotzdem die Miete zahlen.

Es war fast immer gut, wenn ich meinem Fluss gefolgt bin.


Wenn ich dem inneren Zug folgte – dem leisen Ja, das aus dem Herzen kam und nicht aus dem Kopf – hat sich etwas gefügt. Nicht immer sofort. Nicht immer auf dem Weg, den ich erwartet hatte. Aber es hat sich zusammen gefügt.


Der Fluss hat mich nie in die falsche Richtung gelenkt. Und trotzdem ist da diese eine Frage, die mich bis heute begleitet:


Wie mache ich Geld damit?


Nein, da ist kein Zweifel und auch keine Angst vor dem Träumen.


Sondern als ehrliche, erwachsene Frage einer Frau, die weiss: Es geht nicht nur um das Seelenwohl. Es geht auch um die Freiheit, die finanzielle Unabhängigkeit gibt. Um das Fundament, das es erst möglich macht, im Fluss zu bleiben.


Mein wirklicher Struggle – den ich dir heute benenne, weil du ihn vielleicht kennst – ist nicht das Finden.


Es ist das Integrieren. Es ist einfacher, etwas Neues hinzuzufügen als das, was ich schon habe, wirklich zusammenzubringen.


Die Coaching-Ausbildung. Die Hypnosetherapie. Die Astrologie. Die Schamanenarbeit. Das Schreiben. Die dreissig Jahre Erfahrung, die sich in keine Berufsbezeichnung der Welt pressen lassen.


Wie machst du aus einem Mosaik ein Bild, das andere sofort verstehen – und das trotzdem du bist?


Das ist die Frage, an der ich "noch" arbeite. Das Mosaik verändert sich ständig.:-).


Barbara Sher schrieb:

Opfere deine Träume nicht finanziellen Erwägungen.

Ich glaube ihr. Vollständig. Und ich ergänze es mit dem, was ich gelernt habe: Der Fluss des Lebens und Geld sind keine Gegner.


Der Fluss führt dich zu dem, was du liebst. Das Geld folgt, wenn du lernst, das was du liebst, sichtbar zu machen.


Nicht umgekehrt. Zuerst der Fluss. Dann die Sichtbarkeit. Dann das Geld. In dieser Reihenfolge.


Deine Frage für heute: Was liebst du, das du noch nicht sichtbar gemacht hast – weil du nicht weisst, wie du damit Geld verdienen sollst?


Der Tag an dem ich aufgehört habe zu erklären
Der Tag an dem ich aufgehört habe zu erklären

Schlüssel 7

Der Tag, an dem ich aufgehört habe zu erklären.

Es gab einen Moment – vor ein paar Jahren – da wollte ich wieder einmal alles richten.


Diesen Impuls kennst du vielleicht. Wenn etwas schief läuft. Wenn ein Missverständnis im Raum steht. Wenn du spürst, dass jemand ein falsches Bild von dir hat.


Ich muss das klären. Ich muss das erklären. Ich muss das richtigstellen.


Ich habe es versucht.


Und ich bin dabei nicht gut rausgekommen. Für mich. Nicht für die Beziehung. Nicht für die Situation.


Für mich. Innerlich. Da, wo es zählt. Das war der Moment, in dem ich etwas verstand, das ich vorher nur im Kopf kannte:


Nichts sagen ist auch keine Lösung.


Schweigen aus Angst. Schweigen um des Friedens willen. Schweigen weil man nicht weiss wie. Das ist nicht Würde – das ist Resignation.


Aber das Gegenteil – reden, erklären, rechtfertigen, überzeugen wollen – das ist auch keine Freiheit. Die Freiheit liegt dazwischen.


Sie hat einen Namen: Haltung. Haltung ist nicht aufdringlich. Sie braucht keine Worte.


Sie ist die Art, wie du einen Raum betrittst. Wie du schaust, wenn jemand über dich urteilt. Wie du atmest, wenn jemand deine Entscheidungen in Frage stellt.


Haltung sagt: Ich weiss, wer ich bin. Du musst das nicht bestätigen. Das hat mich kein Buch gelehrt und keine Ausbildung.


Es hat mich ein schmerzhafter Moment gelehrt, in dem ich merkte: Ich brauche ihre Zustimmung nicht. Ich brauche NUR meine eigene.


Barbara Sher schrieb über eine Frau, die ihr an ihrem 54. Geburtstag schrieb:


„Heute habe ich beschlossen, das kommende Jahr dem Leben zu widmen, das ich wirklich führen will. Egal was andere denken. Und noch wichtiger: egal was ich annehme, was andere denken mögen."


Dieser letzte Satz.

Egal was ich annehme, was andere denken mögen.

Wie oft leben wir nicht nach dem, was andere denken – sondern nach dem, was wir uns vorstellen, dass sie denken? Nach einer Geschichte, die wir uns selbst erzählen, bevor überhaupt jemand irgend etwas gesagt hat?


Das Urteil der anderen ist oft gar nicht da. Wir tragen es selbst. Schon so lange, dass es sich anfühlt wie ein Teil von uns.


Dieses Thema begleitet mich schon sehr lange. Wahrscheinlich wird es mir immer wieder begegnen. Ich bin an einem Punkt angekommen, wo ich weiss: Die Menschen, die mich wirklich kennen, brauchen keine Erklärung.


Und die, die mich nicht kennen? Die werden mich durch meine Haltung kennenlernen. Oder nicht.

Beides ist in Ordnung.


Deine Frage für heute: Wessen Urteil trägst du noch mit dir – obwohl du es längst loslassen könntest?


Was nun?

Alle sieben Schlüssel liegen jetzt bei dir. Es ist keine Checkliste und auch kein Ratgeber.


Es ist eher eine Einladung, eine Einladung dich neu kennenzulernen.


Vielleicht hast du beim Lesen gemerkt, dass einer dieser Schlüssel etwas berührt hat, das grösser ist als ein Blogartikel. Etwas, das schon lange auf dich wartet.


Wenn du spürst, dass es Zeit wäre, tiefer hineinzuschauen – nicht alleine, sondern mit jemandem der versteht, wie du wirklich tickst – dann bin ich hier.


Lass es uns gemeinsam anschauen.



Kontakt,
Eine Kurze Email und ich melde mich.

Melde dich für ein kostenloses Erstgespräch mit mir (ca.15-30 Minuten) → Kontakt.


Ursina



Zum ersten Teil der Serie – Schlüssel 1 bis 4 – geht es hier entlang




Ursina | Fried & Partner Coaching · Hypnose · Astrologie · Schamanismus  www.friedpartner.ch




 
 
 

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