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Wintersonnenwende: Wenn das Licht im Schoss der Dunkelheit erwacht

  • 21. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 22. Dez. 2025


Tanne im Winterlicht, ursina fried. friedpartner.ch
Wintersonnenwende

Da sitzen wir nun am tiefsten Punkt des Jahreskreises. Am 21. Dezember treffen sich der kürzeste Tag und die längste Nacht zum ultimativen Stelldichein. Es ist der Moment, in dem die Sonne auf der Nordhalbkugel ihren tiefsten Stand erreicht. Man könnte meinen, die Welt hält kurz den Atem an. Und genau in diesem Stillstand, wenn die Dunkelheit am mächtigsten scheint, geschieht das Wunder: Das Licht kehrt zurück. Ganz leise, aber unaufhaltsam.


Für uns Frauen – besonders wenn wir uns in der Phase befinden, in der der Körper neue Rhythmen erfindet, das Gedächtnis im Nebel spazieren geht und wir uns zwischen „Kinder aus dem Haus“ und „Wer bin ich eigentlich ohne diesen Trubel?“ neu sortieren – ist diese Wendezeit ein mächtiges Symbol.


Es ist die Chance, unser Urvertrauen zu redefinieren.


Halbinsel AU, Zürich, friedpartner.ch
Winternebel - Halbinsel Au

Im Nebel liegt die Wahrheit (und eine wirklich kuschlige Decke)

Draussen glitzert die Welt im künstlichen Weihnachtslicht. Überall blinkt und dekoriert es. Doch mal Hand aufs Herz: Kommt dieses Licht bei dir an? Oder fühlt es sich eher wie eine grelle Fassade an?


Ich spüre in dieser Zeit oft den unbändigen Drang, mich zurückzuziehen. Die Natur macht es uns vor: Heute ist alles in Nebel gehüllt. Die Konturen der Häuser verschwimmen, die Welt wirkt unscharf und unklar. In einer Gesellschaft, die immer „Klarheit“ und „Performance“ verlangt, ist das fast schon ein rebellischer Akt. Ich hülle mich in meine kuschlige Decke und akzeptiere die Unschärfe.



In Kontakt mit mir selbst zu kommen, auch wenn es dort gerade neblig ist – das ist echte Selbstheilung.


Ein Post-It und die Angst vor der Schublade

Gestern fand ich ein Post-It, darauf steht: „Unbeschwert die Welt mit staunenden Augen aufnehmen. Sprich aus, was dir am Herzen liegt!“

Staunen? Das kann ich. Aber unbeschwert sein, wenn der Hormonhaushalt Achterbahn fährt? Und dann noch aussprechen, was mir am Herzen liegt? Da klopft sie wieder an, die alte Angst vor der Beurteilung. „Bin ich zu spirituell? Zu direkt? Zu... alt?“


Hier kommt die Portion Frechheit: Wir müssen uns vor niemandem rechtfertigen. Nicht für unsere Entscheidungen, nicht für unsere Visionen und erst recht nicht für unser Bedürfnis, einfach mal die Tür hinter uns zuzumachen. Wenn wir die Dunkelheit in uns beleuchten, statt sie wegzulächeln, verwandeln wir sie in Gold. Das ist Magie.


Licht am Horizont, Friedpartner.ch
Das Licht wird aus dem Dunkeln geboren

Das Licht wird aus dem Dunkeln geboren

Ich vertraue darauf, dass aus der tiefsten Finsternis ein Funken entsteht. Er ist unsichtbar unter der Erdoberfläche, bereitet aber im Stillen das neue Leben vor. Die Natur braucht diese Regeneration – und wir auch!


Die Naturkraft ist unbändig. Zarte Keime werden im Frühling durch das harte Erdreich stossen. Der Kreis dreht sich weiter, das war schon immer so. Diese Kraft ist auch in dir. Wenn du dich gerade müde oder „leer“ fühlst: Herzlichen Glückwunsch, du bist im Einklang mit dem Kosmos. Du bist keine Maschine, du bist ein Naturwunder.


Was mir jetzt gut tut (und dir vielleicht auch)

Um mein Urvertrauen zu stärken, nutze ich meine ganz persönlichen Anker:

  • Wahl-Familie: Ich umgebe mich mit Menschen, die meine Energie nähren, statt sie abzusaugen. Menschen, die verschiedene Sichtweisen stehen lassen können.

  • Pflanzliche Verbündete: Aktuell begleitet mich der Schachtelhalm. Sie hilft mir, die Gedanken klar und den Körper beweglich zu halten. Raumsprays schenken mir eine „starke Schulter“, wenn die Atmosphäre das braucht.

  • Erdung und Geschichten: Ich massiere mir die Füsse und lese Geschichten, die den Kern des Lebens berühren – über Abschiede und Anfänge. Das erinnert mich daran, dass wir immer eingewoben sind.

  • Platz schaffen:Ich habe die Bücher ausgesucht, die mein Regal verlassen dürfen.

Das Ritual, 13 Wünsche, friedpartner.ch
Das Ritual

Das Ritual: Deine 13 Wünsche für die Rauhnächte

Unsere Ahnen wussten: Wir sind Teil eines grossen Netzwerks. Sie vertrauten darauf, dass nach jedem Winter ein Frühling kommt. Dieses Urvertrauen dürfen wir uns heute zurückholen.




So feierst du deine eigene Wende:

  1. Räuchere dein Heim: Nutze Beifuss und Harze, um das Alte zu verabschieden.

  2. Rückschau: Schreib auf, was du 2025 hinter dir lassen willst. Alte Muster, lähmende Freundschaften, Selbstzweifel. Verbrenne diesen Zettel in einer feuerfesten Schale. Schau zu, wie es zu Asche wird.

  3. Die 13 Wünsche: Schreib 13 Wünsche für das kommende Jahr auf kleine Zettel.

  4. Das Universum übernimmt: In jeder Rauhnacht (ab dem 24. Dezember) verbrennst du einen Zettel, ohne ihn zu lesen. Das Universum kümmert sich um diese 12 Wünsche.

  5. Deine Verantwortung: Der 13. Zettel bleibt übrig. Das ist der Wunsch, den du im neuen Jahr mit deiner Magie und Tatkraft selbst verwirklichst.


Geh mutig in die Stille. Dort wartet dein Licht.


„Die Dunkelheit ist nicht das Ende, sondern der Schoss, in dem deine nächste grosse Vision Gestalt annimmt. Vertraue dem Prozess – das Licht findet den Weg immer durch die Wurzeln.“

Von Herz zu Herz,

Ursina



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