Selbstliebe


Hast du dich schon gefragt, was hinter dem Wort Selbstliebe steckt? Wissen wir, was es bedeutet? Ich glaube, dass es Menschen gibt, die es mit Egoismus, Selbstverliebtheit oder Narzissmus verwechseln.


Was bedeutet es für mich? Selbstliebe bedeutet, dass ich mich als liebenswerten Menschen behandle. Ich mir meine beste Freundin bin.


Dazu gehören ein paar Dinge: Ich kümmere mich um mich und meine Gesundheit. Wohlfühlen und Wohlbefinden sind mir wichtig. Ich bin OK, so wie ich bin. Vielleicht etwas kleiner oder grösser als andere, vielleicht ein wenig leichter oder schwerer, ich meine Talente sehe und mich für das, was ich nicht so gut kann, nicht verurteile sondern akzeptiere. Ich anerkenne mich, dass ich ein Teil der Schöpfung bin und ich genauso bin, wie ich sein sollte und das in jedem Augenblick meines Lebens. Weil ich gerade in diesem Augenblick so bin. Ich erkenne auch, dass ich ein wichtiger Teil des grossen Ganzen bin. Genauso wie du und du und du… :-).


Wir wurden nicht ohne Selbstliebe geboren. Wir haben über die Jahre angefangen zu glauben, dass wir es nicht Wert sind, geliebt zu werden. Doch es ist wichtig zu sehen, dass ich von Geburt an ein wertvoller Mensch bin, der es absolut verdient hat, Gutes im Leben zu erfahren.

Ich weiss, dass ich in meinem Leben höchste Priorität habe und alles unternehmen darf, damit ich mich rundum wohl fühlen kann. Ich kann die einen oder anderen Gedanken buchstäblich hören. Das ist doch egoistisch. Nein, denn wenn wir uns selbst nicht lieben können, glauben wir, dass wir nicht OK sind, so wie wir sind.


Ich möchte die Eltern nicht für alles verantwortlich machen, doch heute kann ich erkennen, dass sie ein wichtiger Bestandteil waren, wie ich mich als erwachsener Mensch fühlte. Ja, ich sage fühlte, weil ich mir die Zeit nahm, mich wieder zu lieben. Auch unsere Eltern waren liebenswert. Warum auch immer sie uns bogen und verbogen, in ihren Augen war es immer zum besten Wohle unseres Selbstes. Vielleicht wollten wir, dass wir unsere Träume leben konnten und glaubten ein bestimmtes Verhalten, dass eine bestimmte Art des Seins uns unterstützen würde… oder wir glaubten, dass wir eine andere Art von Liebe verdient hätten. Sie, die wahrscheinlich nie gelernt hatten, was Eigenliebe ist… und es uns nicht zeigen oder vorleben konnten.


Selbstliebe liegt in unseren Händen. Im Erwachsenenalter haben wir es in unseren Händen, korrigierend zu wirken und uns das zu geben, was wir brauchen.


Als Beispiel: Nur weil deine Eltern mit Liebesentzug arbeiteten, heisst das nicht, dass du das weitermachen musst, du ihren Stimmen in deinem Inneren zuhören musst. Nein, du darfst dich fragen: Was brauche ich, um mich wieder gut zu fühlen (ich spreche nicht von materiellen Dingen, Essen und Trinken). Oder anders: Wir müssen «die Liebensentzugstradition» unserer Vorfahren nicht weiterführen, denn solche Traditionen sind nutzlos, sie halten uns klein und schwächen unser Potential.


Warum solltest du dich überhaupt mehr lieben? Das kann ich dir nicht beantworten. Vielleicht magst du dein Selbst so wie es ist… :-).


Es gibt Menschen, die machen das extrem gut, das Ding mit der Selbstliebe. Sie betrachten sich im Spiegel und haben ein gutes Gefühl dabei. Sie schauen sich an und betrachten das Schöne, das Leuchtende, das Positive. Sie sehen nicht die Ohrläppchen, die vielleicht etwas kleiner sein sollten… . Sie betrachten ihre Ausstrahlung, ihr gesamtes Wesen und finden es gut…

Diese Menschen können auch ihre Talente und Fähigkeiten würdigen. Sie können sich selbst loben und freuen sich über ihre eigenen Erfolge, genauso, wie sie sich über «deine» Erfolge freuen.

Sie wissen, dass sie einen positiven Einfluss auf ihre Umwelt haben. Sie sind in ihrer Art meist in einen herzlichen und freundschaftlichen Dialog mit sich und den Menschen denen sie begegnen.

Sie wollen für sich selbst und andere Menschen nur das Allerbeste vom Leben und sie sind fest überzeugt, dass sie und alle anderen Menschen das Allerbeste verdient haben.

Was du für dich und deine Selbstliebe tun kannst?


Ich wünsche dir ganz viel Spass und Liebe dabei:


Deine Bedürfnisse verstehen und deine Bedürfnisse decken. Das ist kostenlos und unbezahlbar. Nimm dir Zeit, setz dich hin und finde heraus, was du brauchst. Nicht immer einfach: Was würde dir deine beste Freundin sagen?


Ernähre dich gesund Dein Körper ist dein Tempel. Er kommt jeden Tag mit, macht alles mit und lässt dich nicht im Stich. Also dein treuester Begleiter: Dein Körper. Wie wäre es mit frischen Lebensmitteln, Früchten und weniger Convenient Food?


Trinke dich gesund Wie wäre es, wenn Kaffee, Cola und Limo nur noch ab und zu auf den Tisch kämen. Hast du schon versucht, mehr Wasser zu trinken. So um die 2 Liter am Tag? … Ein Spritzer Zitrone, ein wenig Ingwer, ein wenig frischer O-Saft mit köstlichem Quellwasser vermischt… oder einfach Natur pur.


Eine Massage gönnen Ab und zu eine Muskelentspannung der wunderbaren Art. Gönne dir eine Massage. Finde heraus, was für eine Art von Massage dir gut tut und gönne sie dir regelmässig.


Pflege Gönne dir ein wohlduftendes Massage-Öl und creme dich damit ein. Nicht nur der Duft, sondern auch die sanfte Massage deiner Haut wird dir guttun.


Wellness Gönne dir ein Wochenende in einer Wellness-Oase und lass dich von Kopf bis Fuss verwöhnen. Gehe schwimmen, in die Sauna, lass dich massieren und esse und trinke gesund.


Eine neue Frisur Wage es und überrasche dich mit einer neuen Frisur. Vielleicht brauchst du wieder einmal eine Beratung, so dass dein wunderbares Wesen noch mehr unterstrichen wird.


Kaufe dir hochwertige Kleider Kauf dir Kleidungsstücke, in denen du dich zu Hause fühlst. Wo du ganz du bist. Kaufe dir basic Stücke, die du mit anderen Sachen super kombinieren kannst, dann darf es auch ein wenig mehr kosten. Auch hier: Kleide dich so, dass es dich und dein Wesen widerspiegelt. Sei du :-). Zeige deine Schönheit.


Lobe dich selbst Schreibe dir eine Lobeshymne, schreibe über deine Erfolge. Erwähne jedes kleinste Detail, worauf Du stolz sein kannst. Das können winzig kleine Dinge sein: Wie: ich habe diese Woche jeden Abend den Kompost raus gebracht. Ich bin diese Woche jeden Abend 30 Minuten früher ins Bett, ich habe meine Limo mit Mineralwasser ersetzt.


Schreibe dir einen Liebesbrief Beginne mit der Überschrift „Liebe/r…“, setze dann deinen Namen ein und beginne mit dem Satz „Ich liebe Dich für Dein/e…“ und schreibe ohne zu überlegen, was du alles liebenswert an dir empfindest…. Und damit es wirkt… tue das regelmässig. Nicht nur einmal. Es kommt dir vielleicht albern vor und du möchtest nicht übertreiben, du möchtest nur nett sein... lass das. Schreibe, was dir in den Sinn kommt… Er ist an dich für dich, der Liebesbrief.


Aufschreiben, welche Eigenschaften du an dir magst Schreibe Dir mindestens 10 Eigenschaften auf, die Du an Dir magst. Das startet dann den positiven, inneren Gedankenmotor, um danach noch weitere Eigenschaften finden zu können…. Wie beim Liebesbrief… Vielleicht fallen dir heute nur 2 Eigenschaften ein, die du magst… Morgen sind es vielleicht 4… Weil du jetzt die Aufmerksamkeit geschiftet hast… Weiter so… Super!


Aufschreiben, was du an deinem Körper magst Schreibe dir mindestens 10 Körperstellen auf, die du an Dir magst. Fange dabei mit der Körperstelle an, bei der es Dir am leichtesten fällt, sie zu mögen. Bei mir sind es zum Beispiel meine Ohrläppchen :-). Auch hier, nicht nur heute… sondern täglich. Wer weiss, vielleicht findest du erst Morgen etwas an deinem Körper, das dir gefällt… Ohrläppchen, Haare, die Form der Finger… arbeite dich vor…


Meditation Meditiere, wenn du Lust hast. Es bringt inneren Frieden und wunderbare Einsichten und eine entspannte Grundhaltung ins Leben.


Gönne dir ein Coaching Lass dich auf deinem Weg zur Selbstliebe begleiten, denn manchmal ist es einfacher mit einem Coach über die Stolpersteine zu sprechen oder gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten. Ein Coach kann eine Abkürzung sein, eine Abkürzung zur Selbstliebe. :-).

Sei kreativ Liebe ist auch ein schöpferischer Akt. Sei kreativ, male ein Bild, mach wieder mal Musik, singe, schreibe… bastle, renoviere… sei einfach kreativ.


Bewege dich Leben ist Bewegung. Wenn wir aktiv sind, bleiben wir in Schwung. Du hast es bestimmt schon erlebt, du warst gestresst und nach dem Sport, dem Spaziergang warst du frisch und klar im Kopf. Verantwortlich dafür: Die Bewegung.


Die Wohnung umdekorieren Zuerst gehe durch deine Wohnung. Betrachte die Dinge, die du aufgestellt hast, betrachte die Dekokissen und nimm alles in die Hand. Was bedeuten diese Dinge für dich? Was für Gefühle und Emotionen werden ausgelöst? Sind sie negativ behaftet, dann gib die Dekosachen weg. Behalte nur die Stücke, die dich fröhlich stimmen, die dich glücklich machen. Warum willst du ständig an etwas vorbei gehen, dass dir schon lange nichtmehr dient?

Erneuere dein Zuhause mit den Dingen, die du liebst. Hübsche dein zu Hause auf. Nimm die Farben, Formen, die dir guttun. Achte auch beim Kauf darauf, dass sich die Dekogegenstände gut anfühlen.

Und ganz oft: Weniger ist mehr…


Blumen Blumen haben eine besonders frische Wirkung auf das menschliche Gemüt. Stelle dir nur einmal einen frisch blühenden, bunten Strauss von Rosen oder Tulpen vor. Gönn dir ab und zu einen wunderbaren Strauss von Farben und Düften. Wenn du Schnittblumen nicht magst, dann gehe hinaus in die Natur und gönne dir eine Wiese mit Blumen…


Vor dem Spiegel Lachen, Lächeln und Grinsen Vor den Spiegel stellen und für 1 Minute künstlich die Mundwinkel hochziehen und Grimassen schneiden. Es ist bewiesen, dass wir durch eine Veränderung unserer Körperhaltung eine Veränderung unseres Zustandes bewirken können. Wenn Du für ein paar Sekunden künstlich lachst, wird sich das positiv auf Dich auswirken! … oder starte mit Lach-Yoga.


Sich mit liebevollen Menschen umgeben Welche Menschen in meiner unmittelbaren Bekanntschaft kenne ich, die sich selbst lieben? Dann solltest du dir über deinen Freundeskreis ein paar Gedanken machen, ob und wie sie dir guttun. Du wirst neue Menschen in dein Leben einladen, sobald du mit der Selbstliebe beginnst.


Quellen von Negativität vermeiden Was kann ich besser machen und wo kann ich mehr positive Aspekte ins Leben bringen. Vielleicht kannst du das Filme Genre ändern. Von brutal auf interessant, spannend. Vielleicht weniger Gewalt, dafür mehr freudvolle Unterhaltung oder ganz einfach: den Fernseher 1 x die Woche nicht einschalten, einen Waldspaziergang machen, deine Tages-Liebes-Lobes-Hymne schreiben…

Was nicht gut tut weglassen, wie zum Beispiel: – Brutale Filme – Horrorfilme – schlechte Nachrichten / Nachrichten überhaupt – meckernde, fluchende und jammernde Menschen – düstere, dreckige, vernachlässigte Orte

… wenn du jeden Punkt durchgelesen hast und immer wieder diese eine Stimme gehört hast, die sich da gemeldet hat, die dir vielleicht mit einem Sprichwort die Laune mies macht. Dann gratuliere ich dir. Du hast Glaubenssätze entdeckt, die du ändern und auflösen kannst.

Glaubensätze die uns klein halten. Ich hatte eine grossartige Auswahl von Sprichwörtern, die ich wirklich «einverleibt» hatte, die waren nicht ganz ohne… aber sie haben nicht mehr dieselbe Wirkung auf mich… Also wenn so ein Satz auftaucht: Einfach aufschreiben und dann schauen, wie du ihn ändern kannst.


Wie du siehst, kannst du dir ein grosses Schreibheft mit vielen Seiten kaufen. Dein Selbst-Liebe-Buch.

Das waren ein paar Ideen zur Selbst-Liebe. Es gibt wahrscheinlich eine unendliche Anzahl von Dingen, die wir auch noch tun könnten… meine Liste ist nicht vollständig… aber ein Anfang. Was auch immer Selbstliebe für dich bedeutet: Tue es, solange es niemandem schadet…


Sei lieb zu dir und umarme dich mal kurz, weil du es dir Wert bist. Ich mag dieses Statement, von Jane Fonda. Weil es so was von Wahr ist :-).

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