Äh … wie heisst das nochmal?
- vor 5 Stunden
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Oder: Warum meine frisch gewaschenen Socken im Kühlschrank lagen.
Ich war nicht gestresst.
Nicht betrunken.
Nicht überfordert im klassischen Sinn.
Ich habe die frisch gewaschenen Socken genommen –
und sie nicht in den Kleiderschrank gelegt.
Am nächsten Tag fand ich sie im Kühlschrank.
Zwischen Gemüse und Senf.
Still. Würdevoll.
Als hätten sie dort hingehört.
Ich stand davor und dachte nur:
„Okay… was war das jetzt?“
Ich war
Nicht verpeilt.
Nicht „durch“.
Einfach: Brain Fog.
INHALT
Und bevor du dich fragst: Nein, das ist kein Einzelfall
Ich bin hochsensitiv.
Scannerin.
Wer weiss, was sonst noch.
Ich kenne Fokus wie ein Laser.
Und ich kenne Tage, da fühlt sich Denken an wie durch Nebel laufen –
mit beschlagenen Brillengläsern und ohne Navi.
Und genau das ist wichtig zu sagen:

👉 Brain Fog hat nichts mit deiner Intelligenz zu tun.
👉 Und sehr viel auch mit Neurodivergenz, Sensitivität und einigen wichtigen Lebensphasen.
Was Brain Fog wirklich ist (jenseits von Fachbegriffen)
Brain Fog ist kein „Ich bin halt zerstreut“.
Es ist eher ein inneres:
„Mein System verarbeitet gerade zu viel –
und zu wenig kommt oben klar an.“
Er zeigt sich zum Beispiel so:
Gedanken reissen ab
Du weißt, dass du etwas sagen wolltest.
Es war wichtig.
Es war klug.
Es ist… weg.
Watte im Kopf
Nicht leer.
Nicht ruhig.
Sondern gedämpft.
Wie unter einer Glasglocke.
Mini-Verwirrungen
Socken im Kühlschrank.
Schlüssel im Bad.
Der Moment, in dem du innehältst und denkst:
„Das bin doch nicht ich.“
Verlangsamtes Denken
Dein Gehirn, sonst kreativ, schnell, vernetzt,
läuft plötzlich auf Sparmodus.
Nichts ist kaputt.
Nur überlastet.

Warum das bei Frauen wie uns so häufig passiert
Weil wir nicht eindimensional denken.
Ein neurodivergentes, hochsensitives Scanner-Gehirn:
nimmt mehr wahr
verarbeitet tiefer
springt schneller
hält mehr Ebenen gleichzeitig
Und ab 40 kommt dazu:
hormonelle Umstellungen
veränderte Stressverarbeitung
ein Nervensystem, das nicht mehr „einfach funktioniert“, nur weil wir es wollen
Brain Fog ist oft kein Defizit.
Er ist ein Regulationsproblem.
Oder ehrlicher:
Ein Zeichen, dass dein System sagt:
„So wie bisher geht es nicht mehr – aber anders schon.“
Ein wichtiger Satz, den du dir merken darfst
Du bist nicht plötzlich unfähig.
Du hast eine neue Feineingestellt –
nichts ist mehr wie früher.
und brauchst andere Bedingungen.
Mehr Klarheit.
Mehr Pausen.
Mehr Wahrheit.
Weniger Selbstverurteilung.
Und manchmal eben auch Humor,
wenn man Socken im Kühlschrank findet.
Wie geht es dir damit?
Hast du dich irgendwo wiedererkannt?
Vielleicht nicht bei den Socken –
aber bei diesem Moment des Innehaltens,
in dem du dachtest:
„So kenne ich mich eigentlich nicht.“
Wenn du magst, erzähl mir davon.
Nicht um etwas zu erklären.
Nicht um dich einzuordnen.
Sondern um dir selbst zuzuhören.
💬 Schreib mir in die Kommentare:
Was war dein letzter „Socken-im-Kühlschrank“-Moment?
Und falls du spürst, dass dein System nach anderen Bedingungen ruft –
nach mehr Klarheit, weniger Druck, mehr Wahrheit –
dann bleib hier.
Dieser Raum ist für Frauen wie uns.
Ursina
PS: Nur zur Einordnung – ohne Schubladen:
Brain Fog fühlt sich an wie Nebel im System. Alles ist da, aber gedämpft. Oft ein Zeichen von Überlastung oder fehlender Regulation.
ADHS-Momente sind nicht immer ein Mangel an Fokus, sondern ein Zuviel an gleichzeitigem Input. Dein Geist springt, weil er vernetzt denkt.
Hormoneller Nebel kommt in Wellen. Zyklisch. Unberechenbar. Und meist verbunden mit (schlechtem) Schlaf, Stress und innerem Umbau.



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