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Auf Neudeutsch: Purpose


Wort Why auf rose Untergrund
dein Warum

Seit Simon Sinek dies propagiert, habe ich das Gefühl alle sind auf der Suche nach dem «Why», dem «Warum».


Ich habe es so verstanden, dass wir Menschen ohne eine wahre Berufung eigentlich nicht mehr glücklich sein dürfen. Ich glaube, dass Menschen schon immer nach einer persönlichen Mission oder einem ultimativen Dasein gestrebt haben (nicht alle). Doch heute hat es ein Ausmass angenommen, dass mich nachdenklich stimmt. Es ist, als ob ich nicht mehr glücklich oder zufrieden sein dürfte, wenn ich meinen Daseinszweck, meinen Sinn nicht kenne. Wenn mir im Hinterkopf plötzlich eine Stimme einflüstert, dass mein Leben nicht Sinnstiftend ist.


Dazu gibt es ein paar Mythen, Mythen zum Daseins, dem Purpose.


1. Du musst deinen Purpose so früh wie möglich finden.

Ich kenne nur wenige junge Erwachsenen, die ihren persönlichen Purpose schon sehr früh definieren konnten. Ich glaube, dass wir zwischen 20 und 30 eine Zeit erleben, in der wir fest daran glauben, dass alles möglich ist, wir alle Zeit der Welt haben, und wir auch keine Grenzen kennen… und manche glauben, die Welt liegt ihnen zu Füssen. Wie heisst es im Highlander: «Es kann nur einen geben!»


Nun, in einer solchen Phase ist wahrscheinlich der Fokus auf die Umsetzung noch nicht ganz ausgereift. Wenn ich an meine Jugend zurück denke (Jugend bis 30), so war die Pubertät alles andere als einfach, dann um die 30, begann ich mir Fragen zu stellen. Fragen, ob das Leben so weiter gehen kann und ob ich das, was ich tue wirklich mag oder nicht. Die Wissenschaft hat sogar einen Namen für diese Krise: «Quarter Life Crises».


Nun, mich hat es damals in Richtung «Lebenssinn/Purpose» gelenkt. Die Fragen, die ich mir stellte waren: Wie will ich leben und arbeiten? Was genau bedeutet Arbeit für mich? Was ist Erfolg, wie definiere ich Erfolg für mich?


Zu dieser Zeit tauchten auch ein paar «Familiengeprägte» Glaubenssätze auf, die ich hinterfragte und für mich ändern musste. Das hat mich bewogen, einiges in meinem Leben zu überdenken und neu zu definieren. Ich würde rückblickend sagen. Ich sass in einer Krise und wie es so schön heisst: «Ich habe die Krise als Chance genutzt.»


2. Dein «Purpose» ist nur etwas, ein Ding, eine Sache.

Wenn ich die Welt da draussen betrachte, so rennen Menschen eher dem WAS nach, das WARUM ist plötzlich nicht mehr relevant. Die Menschen möchten es an einem «DING» erkennen. Es muss etwas bestimmtes sein. Ja, da besuchen Menschen Meditations-Retreats, sitzen Stunde um Stunde da, um dann irgendwann herauszufinden, dass Meditation unglaublich toll ist, es ganz viel Positives auslöst aber mir bei der Frage nach dem Sinn meinem «PURPOSE» nicht wirklich half. Ratlosigkeit ist oft das Resultat.

Kortafel mit Notizen Sortierte Zettel zum Why
We start with WHY

Nun, geht es gleich weiter, wir haben das WARUM nicht gefunden und das WAS auch nicht, also versuchen wir es mit WIE. Wer weiss, vielleicht können wir es von dieser Seite aus angehen. Das WAS ist in meinen Augen stark mit der aktuellen «Realität» verknüpft und wird sich wahrscheinlich auch ändern, im Gegensatz zum WARUM. Auch ich glaubte, dass ich nun, meinen «Purpose» für den Rest meines Lebens leben würde. Doch weit gefehlt. Was geschieht, wenn ich diesen tollen Job, das was mein Purpose ist verliere (den geliebten Job, der Versuch etwas aufzubauen, nicht klappt, krank werde, was auch immer)? Lebe ich dann meinen Lebenzweck nicht mehr, lebe ich an ihm vorbei?


Das WAS ist nicht die Lösung.




3. Mein PURPOSE muss eine soziale Mission verfolgen

Also eine weitere Mutter Theresa, einen weiteren Martin Luther-King? Der Gedanke an den Lebenssinn wird mit dem Verfolgen einer persönlichen Mission gleichgesetzt. Hast auch du das Gefühl, dass du eine nachhaltige, gesellschaftlich akzeptierte Wertverbesserungsmission haben musst? Ich nicht.


Im Buch «Great at Work» wird die «Purpose-Pyramide» sehr einfach und klar beschrieben. Die Pyramide hat 3 Stufen: 1. Wert schaffe. 2. Sinnvolle Tätigkeit. 3. Soziale Mission verfolgen. Also, wenn du einen Wert für andere schaffst, einen simplen Nutzen für deine Mitmenschen oder Kund*Innen, lebst du bereits deinen Purpose :-).


Wenn keine Mythen mehr da sind, dann sollte ich ein paar Handlungsalternativen anbieten

(ich halte mich ans Berufsleben).


1. Konzentriere dich auf deine einzigartigen Talente.

Wir alle haben stabile Talente. Setz dich hin und nimm dir Zeit zur Rückschau. Betrachte z.B. dein Berufsleben, deine Schuljahre, usw.. Welche Tätigkeiten (genau definieren) sind dir leichtgefallen? Wo und wann bist du im Flow? Was lernst du schnell ohne, dass es dir wirklich bewusst ist?


2. Entwickle deine Leidenschaften

Was interessiert dich? Für wen möchtest du gerne etwas tun? Im Wort Leidenschaft findest du die Worte Leiden und Schaffen. Welche Themen, Herausforderungen in Unternehmen, Organisationen oder in der Gesellschaft bewegen dich? Wo könntest du deinen Beitrag leisten?


3. Schaffe einen einzigartigen Wert für andere

Beobachte dich. Wo genau gibst du den Menschen einen einzigartigen Nutzen, was fällt dir einfach. Wo schaffst du einen Mehrwert in deinem Umfeld. Kannst du deinen Tag etwas umgestalten, so dass du mehr von diesem «Nutzen» in deinen Alltag bringen kannst?


Mensch schreibt etwas in ein liniertes Ringheft.
vom Traum ins Sein

4. Wie motivierst du dich?

Wenn du ins Bett gehst und du zurückschaust, was war sinn- und bedeutungsvoll an diesem Tag. Welche Werte und Überzeugungen möchtest du leben?


5. Erkenne den Wert deiner Geschichte

Du bist ein einzigartiger Mensch, der durch sein Erleben geprägt wurde. Du hast viele Höhen und Tiefen erlebt und für dich einzigartige Erfahrungen gemacht. Dies kann anderen Menschen unterstützen. Würdige deine einzigartige Geschichte.


6. Finde jemanden, einen Mentor oder Coach

Ja, diese Gedanken Konstrukte aufzubrechen ist manchmal nicht so einfach. Da hilft dir ein Coach, ein Mentor.


Ich stehe dir gerne zur Verfügung. Melde dich bei mir.


7. Deine Kindheit

Wenn du deine Kindheit betrachtest, wirst du Aufschlüsse über deine Persönlichkeit bekommen. Was konntest du gut? Was ging dir immer leicht von der Hand? Was interessiert dich heute noch und lässt dich nicht los?


Nun, es gibt glaube ich nicht diesen EINEN Purpose. Es ist ein Prozess, der dich immer wieder an neue Orte führt, der glaube ich, keine Erleuchtung verspricht. Es ist stete Bewegung, Neuausrichtung. Mutige und unkonventionelle Entscheidungen, die dich dir immer näher bringen.


Ich kann nur eines sagen: «Hab Spass im Hier und Jetzt. Geniesse deine ganz persönliche Reise. … und überfordere dich nicht mit deinem Purpose. Wahrscheinlich lebst du ihn schon lange.


Für mich ist das Warum bedeutend interessanter :-).


Happy Sunday.

Ursina.




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