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Warum Veränderung so schwer fällt

  • 5. Apr.
  • 4 Min. Lesezeit

von der Raupe zum Schmetterling www.ursinafried.ch
Warum Veränderung so schwer fällt

Diesne Blog wollte ich im Januar veröffentlichen. Wie sieht es denn heute aus? Hast du an deinen Zielen, Träumen und Wünsche gearbeitet?


Oder fühlt sich die Idee eines „besseren Jahres“ für dich immernoch als unerreichbar an.


Du tust bestimmt dein Bestes. Du stehst auf, erledigst, hältst durch. Von aussen sieht alles stabil aus. Und innen? Die Müdigkeit ist noch immer da. Zweifel. Das leise Gefühl: So wie bisher kann es nicht weitergehen – aber wie denn sonst?


Warum Veränderung so schwer fällt

Wenn du dich hier wiedererkennst, lass mich eines sagen: Es fehlt dir weder an Motivation noch an Disziplin. Ganz im Gegenteil. Viele Menschen, die zu mir kommen, sind Meisterinnen des Funktionierens im Alltag. Sie tun ihr absolut Bestes.


Was ihnen fehlt, ist nicht Wille – sondern innere Sicherheit.

Ich arbeite gern mit einem Bild, das Veränderung verständlich macht, ohne sie zu mystifizieren:

Stell dir deinen Geist als ein Schiff vor.

schiff im stürm schwarz weiss, www.friedpartner.ch, blog ursina
unbewusst - bewusst

Der bewusste Teil von dir ist die Kapitänin. Sie weiss, wohin sie will. Sie hat Visionen, Ziele, Sehnsüchte. Sie denkt: Dieses Jahr mache ich es anders. Ruhiger. Grösser. Freier. Sie hält das Steuer fest in ihren Händen.


Das Unbewusste ist die Crew. Sie arbeitet rund um die Uhr. Sie steuert, hisst die Segel, hält den Kurs, reagiert auf Wind, Wellen und Wetter. Ihr einziger Auftrag: die Kapitänin schützen, ihrem Glück näher bringen, Schützen und ALLES dafür tun. Um jeden Preis.


Meistens arbeiten beide (Kapitänin und Crew) gut zusammen. Und manchmal – und das ist entscheidend – haben sie unterschiedliche Vorstellungen von Sicherheit, von Ziel, von Glück..


Ein Teil der Crew fühlt sich im Hafen am wohlsten. Andere haben noch nicht gemerkt, dass das Schiff einen neuen Kurs segelt.


Warum? Weil frühere Erfahrungen, alte Prägungen und emotionale Verletzungen gelernt haben: Bewegung ist gefährlich. Sichtbarkeit kann wehtun. Veränderung bedeutet Kontrollverlust.


Für die Crew gilt nicht: Was ist heute möglich? Sondern: Was hat uns damals geschützt, gestärkt und am laufen gehalten?


Wenn die Kapitänin nun beschliesst zu wachsen, neue Wege zu gehen, sich zu zeigen oder alte Muster zu verlassen, wird die Crew nervös. Nicht aus Bosheit. Aus Loyalität.


„Was sich wie Stillstand anfühlt, ist oft ein Nervensystem, das erst wieder Vertrauen lernen muss.“

Und je mehr vorne gedrückt wird – mit Vorsätzen, Druck, Selbstoptimierung – desto subtiler, aber konsequenter steuert die Crew dagegen. Sie tut, was sie immer tut und tat. Sie weiss noch nichts von ihrem Glück, dass sie sich ändern dürfen.


Dann passieren diese typischen Dinge: Du willst etwas verändern – und tust es doch nicht. Du weisst, was dir guttun würde – und greifst trotzdem zum Alten. Du nennst es Aufschieben, Selbstsabotage oder Schwäche.


Das ist es nicht.


Du hast keine sabotierende Crew. Du hast eine beschützende.

Eine, die einen Job macht, den sie irgendwann gelernt hat – auch wenn dieser Job heute nicht mehr zu deinem Leben passt. Neue Strategien sind gefragt. Doch das alte ist so wohlbekannt.


Gehirn das Blüht, Grafik, www.friedpartner.ch
Change, kein mentales Projekt

Change, kein mentales Projekt

Veränderung ist kein rein mentales Projekt. Sie ist ein körperliches Erleben.

Wenn dein Nervensystem Gefahr wahrnimmt – selbst eine gedachte –, schaltet es auf Überleben. Kampf, Flucht, Erstarrung oder Anpassen übernehmen. In diesem Zustand ist Entwicklung schwer möglich.


Logik erreicht das System nicht. Gute Vorsätze verpuffen. Affirmationen prallen ab.

Nicht, weil du dich verweigerst. Sondern weil Sicherheit Vorrang hat. Und glaubst du dir schon, dass es möglich ist?


Du kannst ein Nervensystem, das sich unsicher fühlt, nicht antreiben. Du kannst es nicht überlisten. Und ganz sicher nicht anschreien.


Was es braucht, ist Regulation.

Wenn der Körper sich beruhigt, wenn das System wieder Sicherheit spürt, passiert etwas Entscheidendes: Die Crew hört der Kapitänin wieder zu.

Dann entsteht Wahlfreiheit. Dann wird Veränderung nicht mehr als Bedrohung erlebt, sondern als Möglichkeit. Nicht als Kraftakt – sondern als Bewegung.


Und hier liegt die gute Nachricht: Wir alle funktionieren zum grössten Teil unbewusst. Ja. Aber wir tragen ebenso die Fähigkeit in uns, diese inneren Prozesse zu verändern – oft viel sanfter und leichter, als wir denken. Nicht über Druck. Sondern über Sicherheit.


Das ist die Arbeit, die ich bei Embrace Mind mache. Kein Pushen. Kein „Du musst nur wollen“.

Sondern ein Raum, in dem dein System aufatmen darf. In dem alte Schutzstrategien gesehen, gewürdigt und neu ausgerichtet werden.


Veränderung beginnt nicht im Kopf. Sie beginnt unter Deck.

Und manchmal ist ein ruhiges, ehrliches Gespräch der Moment, in dem sich die Leinen lösen und das Schiff den Hafen wieder verlässt – nicht überstürzt, sondern bereit. Wenn du spürst, dass deine innere Crew gerade Unterstützung braucht, bist du herzlich eingeladen, dich zu melden.


blauer Hintergrund, hand hält einen weissen Umschlag, www.friedpartner.ch, unbewusst, bewusst, die Kraft der Veränderung
Einladung

Einladung

Wenn du spürst, dass dein Kopf längst bereit ist, etwas in dir noch zögert, dann ist das ein Signal.


Bei Embrace Mind arbeite ich mit Menschen, die so viel sehen, so viel begreifen und sich trotzdem innerlich blockiert fühlen.


Sie versuchen alles. Doch ein Teil hält noch fest. Er will schützen, er möchte bewahren. Er kennt noch keine besseren Strategien.



Wenn du herausfinden möchtest, wie Veränderung sich für dich sicher anfühlen kann, findest du mehr Informationen auf meiner Website.


Manchmal beginnt Bewegung nicht mit einem Entschluss, sondern mit einem Innehalten. Dein Tempo ist richtig. Und dein Wunsch nach Veränderung ist kein Zufall.


Ursina



PS:

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Über die Autorin

Ursina Fried begleitet Menschen in Zeiten innerer Veränderung.

Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Frage: Wie können Menschen wieder Zugang zu ihrer inneren Orientierung finden – und Entscheidungen treffen, die wirklich zu ihnen passen?


Mit ihrer Methode Embrace Mind unterstützt sie Menschen dabei, innere Muster zu erkennen, neue Perspektiven zu entwickeln und wieder mehr Lebendigkeit im eigenen Leben zu spüren.

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